No one is born a good citizen; no nation is born a democracy.
Rather, both are processes that continue to evolve over a lifetime.
Young people must be included from birth.
A society that cuts off from its youth severs its lifeline.
Kofi Annan
 
 
 

Liebe Besucherin, lieber Besucher, 

dieses Weblog dient der Organisation, der Entwicklung und Archivierung meines Studiums  (Geschichtswissenschaft) an der Doktorschule der Andrássy Universität. 

 

Meine Dissertation trägt den Titel:

Die Roma in Zentral- und Osteuropa (MOEL) aus Sicht der historisch-politischen Bildung. Entwicklung, Problemstellung und Versuch eines Lösungsmodells.

 

Die Arbeit setzt sich aus eigenen Forschungen, Praxiserfahrungen und aus Erkenntnissen zusammen, die dem Stand der Geschichtswissenschaft, der Politischen Bildung/Civic Education, der Politikwissenschaft, den Erziehungs-, Neuro-, und  Kognitionswissenschaften, nicht zuletzt auch der Verhaltensbiologie und der Psychologie entsprechen.

Hunderttausende Menschen strömen zur Zeit nach Nord- und Zentraleuropa in der Hoffnung auf bessere Lebensumstände. Die EU hat diese Entwicklung politisch gefördert, wie so oft aber für keine geeigneten Begleitmaßnahmen gesorgt. Die Integration/Inklusion von Minderheiten ist nicht nur aufgrund der hohen Anzahl der Migranten eines der großen Probleme unserer Zeit. So gab es bereits seit dem 18. Jahrhundert mehr oder weniger humane Versuche diese Probleme zu lösen, in der Regel waren sie jedoch erfolglos. Bei den meisten institutionellen und zivilgesellschaftlichen Bemühungen um eine Verbesserung der Lebensumstände von Migranten - insbesondere den rd. 60% in absoluter Armut lebenden  Roma - fehlt es immer noch an der Berücksichtigung von Ursache und Wirkung, bzw. an einer reellen Einschätzung von Komplexitäten und Ganzheitlichkeit. Antizipatives und konstruktives Handeln werden eher vernachlässigt, Ambivalenzen (Ambitendenz und Ambiguität) finden kaum Berücksichtigung. Frühkindliches Lernen, wie auch das Demokratie Lernen blieben, so wie für die Mehrheitsgesellschaft auch, meist ein Fremdwort. Deshalb konnte ein Attitüdenwechsel wie ihn UNO-Generalsekretär Kofi Annan (siehe Zitat siehe oben rechts) gefordert hat, bisher nur im seltensten Fall erreicht werden. 

Unter dem Motto Lernen aus der Geschichte soll hier die aktuelle Situation der Roma im Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft in ihrer ganzen Komplexität betrachtet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten in der Folge die Entstehung spezieller Roma-Cluster in den Herkunftsländern fördern, in denen Bildung, Erziehung und Ausbildung schließlich zu einer ausgewogenen work-life balance für die daran Beteiligten führen.

Michael Stanzer, Februar 2012/2014


 

Jovan Nikolic im Interview mit Freirad, dem Innsbrucker Universitätsradio.

Was es bedeutet Roma zu sein verdeutlicht der aus Serbien stammende Schriftsteller Jovan Nikolic hier in einem eindrucksvollen Gedicht. Darüber hinaus gibt er Einblick in die künstlerisch-kulturelle Welt seiner Ethnie:

 


 

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Roma in Europa, ein filmischer Überblick

Klischee und Wirklichkeit, nirgendwo trifft dieses Spannungsfeld besser zutage als bei der Roma-Bevölkerung in Süd- und Osteuropa. 60% der Roma sind die eigentlichen Modernisierungsverlierer der Wende. Dazu einige filmische Beiträge von arte-tv:

Zigan, Zigeuner nennen sich die meisten von ihnen. Sehr zum Leidwesen von rund 20% der Roma, die den steinigen Weg zur Bildung und zur Bürgerlichkeit bereits geschafft haben und deshalb diese Bezeichnung wegen ihrer Herabwürdigung ablehnen. Nicht nur in Indien, auch in Europa bilden die Roma die niedrigste Einkommensschicht, haben die kürzeste Lebenserwartung, die höchste Kindersterblichkeit wie auch die höchste Geburtenrate! Hier das Beispiel der Roma in Belgrad:

 
 

 

Dui Rroma – Ein Dokumentarfilm von Iovanca Gaspar

Es wird immer schwieriger jungen Roma/Romni die Tragik und die Tragweite der jüngeren Vergangenheit zu vermitteln, erkannte die Wiener Soziologin und Filmemacherin Iovanca Gaspar.

Dui Rroma (Zwei Roma) ist ein 45 minütiger Dokumentarfilm für TV und Kino. Auf eine ganz neue ästhetische Weise wird dabei die Tragik des Holocaust nähergebracht. Der folgende Trailer (2 min) zeigt einige Ausschnitte aus der Dokumentation, die vorläufig neben Deutsch und Romani auch in Englisch, Französisch, Rumänisch und Serbisch-Kroatisch-Bosnisch verfügbar ist. Interessenten die den gesamten Film vorfühen möchten können sich gerne melden.

Dui Rroma from Michael Stanzer on Vimeo.

 


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Diese Website über meine Dissertation ist noch im Aufbau, deshalb zum Teil noch unvollständig und manchmal sogar fehlerhaft. Sie wird jedoch laufend verbessert und ergänzt.

Sie haben selbst die Möglichkeit durch Information, Kritik oder durch konstruktive Verbesserungsvorschlägen an dieser Forschung mitzuwirken. Mir geht es nämlich nicht nur um die Abfassung einer wissenschaftliches Arbeit, sondern auch darum, die erarbeiteten Lösungskonzepte zumindest teilweise in die Tat umzusetzen.

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